Das Gesundheitswesen und der Gesundheitsmarkt erbringen, erstellen und bieten Leistungen und Produkte an, die das höchste Gut des Menschen betreffen – die Gesundheit. Der Mensch (der Patient) steht im Mittelpunkt! Dies ist jedoch nicht in dem Sinn verstanden, dass er in der Mitte und damit im Weg steht und ihn räumen muss, sondern vielmehr: Der Mensch ist es, der unser aller Handeln prägen sollte!

Zugleich und in vorgenanntem Sinne müssen Einrichtungen, Organisationen und Unternehmen der Branche ihren Erhalt anstreben. Es ist das ureigenste Ziel eines Unternehmens und leitenden Unternehmers bzw. Managers, den Betrieb fortzuführen; letzten Endes geht es um die Beachtung des Gesamterfolgs des Unternehmens. Grundlage hierfür ist eine Erlössituation, die die Aufwendungen zumindest ausgleicht oder im besten Fall übersteigt. Dies ist unabhängig von Rechtsformen: Auch ein gemeinnütziges Unternehmen muss ausreichend Mittel erwirtschaften, um den gesetzten Zweck zu erfüllen, um in diesen zu investieren. Für Kapitalgesellschaften, die ihren Anteilseignern verpflichtet sind, ist der Aspekt der Gewinnerwirtschaftung die einzige Möglichkeit, das Risiko, das ein Investor durch das zur Verfügung gestellte Kapital eingeht, abzugelten.

Transparenz auf Seiten der Kosten ist unabdingbar mit der Kenntnis der Prozesse verbunden. Die Prozesskostenrechnung propagiert den Grundsatz, dass alle nicht-wertkreierenden Aktivitäten im Zweifelsfall auch durch die umfassende Um- oder Neugestaltung des entsprechenden Prozesses zu eliminieren sind. Neben der verursachungsgerechten Kostenzuordnung ist dies ein wesentlicher Punkt bei der Erschließung von Effizienzpotenzialen eines Unternehmens. Deshalb liegt im Sinne der Betrachtung der Wertschöpfungskette einer Einrichtung das Hauptaugenmerk auf der optimalen Gestaltung wertschöpfender Aktivitäten. Eine wesentliche Rolle kommt der hieraus zu gewinnenden Transparenz auch im Rahmen der Kapitalbeschaffung zu. Auch Krankenhäuser müssen sich für Kreditvergaben – wie andere Wirtschaftseinheiten – dem Bewertungsverfahren nach Basel III mit dessen Kriterienkatalogen unterziehen.

Alles in allem gilt es, Erlös- und Kostenseite gleichzeitig zu verbessern und Differenzierungen vorzunehmen. Hier sind eine saubere Darstellung der Ist-Situation, konkrete Analyse und passgenaue Bewertung sowie nachhaltige Implementierung essentiell.