BGF – Das Gesundheitsforum

Struktur, Wesen, Nutzen, Alleinstellungsmerkmal

Gesundheit ist für uns Menschen eine entscheidende Voraussetzung für die Verwirklichung von Vorhaben, für die Erwirtschaftung unseres Lebensunterhalts und für die Wahrnehmung von Erlebensmöglichkeiten. Etwa 11% des Bruttoinlandsproduktes werden in Deutschland für Gesundheitsausgaben aufgewendet; dies bedeutete im Jahr 2013 pro Kopf in etwa3.910 Euro. Im Krankenhausbereich wurden 2013 etwa 82 Milliarden Euro der Gesundheitsaufwendungen ausgegeben.

2014 waren hier ca. 1,2 Millionen Menschen beschäftigt. In den ca. 2.000 Krankenhäusern wurden in etwa 19 Millionen Fälle behandelt. Das Gesundheitswesen stellt somit einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Sektor mit einem jährlichen Gesamtausgabevolumen von rund 315 Milliarden Euro dar.

Massive Veränderungen des Aktionsrahmens im deutschen Gesundheitswesen erfordern von den Beteiligten eine grundsätzliche Neuausrichtung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, des qualitativen Denkens sowie eines Verständnisses von Zusammenarbeit, das Berufsgruppen und Sektoren übergreift. Die Ausrichtung – weg vom bisherigen Gesundheitssystem, hin zum Wirtschaftsmarkt Gesundheit – erfordert die Abkehr von einer bisher stark segmentierten Betrachtung.

Die Konzentration auf das operative Tagesgeschehen der Unternehmen im Gesundheitswesen lässt gerade den ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitern kaum die Möglichkeit,einen Überblick über Managementfunktionen zu gewinnen oder das eigene Handeln unter Managementgesichtspunkten zu beleuchten. Aus diesem Grund ist eine an die Veränderungen des Marktes angepasste Weiterqualifizierung unabdingbar.
Zielsetzung des BGF Ziel ist der direkte Austausch mit den Gestaltern aus Industrie, Dienstleistungssektor und Politik sowie die Vermittlung von Wissen, das im Rahmen der Führung von Organisationen im Gesundheitswesen respektive der Krankenhäuser notwendig ist und sich an den anstehenden Veränderungen des Gesundheitsmarktes orientiert. Insbesondere wird Wert auf eine Verbindung von Theorie und Praxis gelegt. Außerdem wird durch das Zusammenführender Entscheider und Gestalter aus den Bereichen der Gesundheitswirtschaft, -verbänden und -politik die konkrete Interaktion zwischen den Akteuren gefördert.

med-zentrumHierbei stehen Diagnostik und Therapie im Zentrum. Die aktiven Gestalter tragen dabei als Dienstleister zum Ineinandergreifen der Prozesse bei, sodass der Patienten bestmöglich versorgt werden kann. Die horizontalen wie vertikalen Abläufe gilt es so auszurichten, dass bestmögliche Verzahnungen der Bereiche ermöglicht werden, hier zum Beispiel ambulant und stationär oder auch Medizintechnik und Pharmazie im Wege von Companion Diagnostics. Der Patient ist Zielleitender, und es wird ein integriertes medizinisches Zentrum geschaffen.

Zielgruppe

Das BGF wendet sich in den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz,Italien und den Niederlanden an Personen, die in den Bereichen Gesundheitswesen,-wirtschaft und -politik mitgestalten. Folgende Zielgruppen sollen angesprochen werden:

  • Personen, die Leitungsfunktionen haben oder übernehmen werden aus den Bereichen der Gesundheitszentren sowie Einrichtungen, Verbänden und Politik,die in einer horizontalen/ vertikalen Verknüpfung mit diesen Zentren stehen und dazu fundierte gesundheitswesenspezifische Kenntnisse benötigen, wie Aufsichtsräte, Gesellschafter,Vorstände, Geschäftsführer, Kaufmännische und Ärztliche Direktoren, Pflege- und Verwaltungsdirektoren, Ärztliche Leiter,Pflegedienstleiter etc.
  • Personen, die Leitungsfunktionen haben oder übernehmen werden aus Branchen, die einen engen Bezug zu den Gesundheitszentren haben und dazu fundierte gesundheitswesenspezifische Kenntnisse benötigen(Wirtschaftsprüfung, Beratung, Pharmazie, Sozialkassen, Kassenärztliche Vereinigung und Medizintechnik).
  • Personen, die sich in Ausbildung in den Bereichen der Gesundheitsberufe oder im grundständigen Studium von Wirtschaft, Medizin, Medizintechnik, Pharmazie und anderen befinden oder im Rahmen einer Weiterbildung ein Aufbaustudium absolvieren, eine Promotion oder Habilitation im Bereich des Gesundheitswesens anstreben.

Nutzen

Für Organisationen des Gesundheitswesens: Die Organisation wird von qualifiziertem Führungspersonal mit wirtschaftlichen Kenntnissen mittels Theorien und Techniken geleitet,die gezielt auf das Gesundheitswesen angewandt werden. Die wirtschaftlichen Beziehungen und Abhängigkeiten der Einrichtungen werden aufgegriffen und von einem kompetenten Management erfolgsorientiert umgesetzt.

Für den Teilnehmer: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, weiterführende Managementaufgaben zu übernehmen und ihr Wissen in Resultate umzuwandeln. Ihre vorhandenen Stärken sollen ausgebaut und fachspezifisch erweitert werden, um möglichst effiziente Lösungen unter anderem im medizinischen, pflegerischen, betriebswirtschaftlichen Bereich des Gesundheitswesens zu gewährleisten.

Alleinstellungsmerkmal „Auftrieb schenken“

In seiner branchen- und berufsgruppenübergreifenden Ausrichtung geht das BGF auf die Bedürfnisse des sich verändernden Gesundheitsmarktes ein. Hierbei werden die Teilnehmenden entlang der Wertschöpfungskette vor allem mit den sich verändernden Strukturen, Verfahren, Gesetzen sowie Entwicklungen in Forschung und Praxis konfrontiert.

Darüber hinaus sieht das BGF die Mittelverwendung unter anderem für benachteiligte Menschen vor und führt damit das soziale Engagement des BGF fort. Der hierfür ins Leben gerufene gemeinnützige BGM e. V. hilft mit der Aktion „Auftrieb schenken“ unbürokratisch Menschen in Not. Er springt dort ein, wo für ein karitatives Projekt noch finanzielle Mittel fehlen. Mit dieser Unterstützung wird denjenigen Auftrieb geschenkt, die es besonders schwer haben, damit das Leben ein wenig leichter wird.

14. BGF – Das Gesundheitsforum
am Freitag und Samstag, den 29. und 30. April 2016

Nicht nur mit seinem Namen BGF –„Das Gesundheitsforum“ präsentiert sich dieser jährlich stattfindende Kongress als umfassende Informationsinstitution für die Branche. Heute wirken um die 100 Referentenan den Kongressteilen „Management trifft Politik“ und „Management trifft Management“ mit.

Die Themen des Jahres 2016 aus den Bereichen Politik und Verbände sind unter anderem:

  • GKV-Versorgungsstärkungsgesetz
  • Krankenhausreform
  • elektronische Gesundheitskarte
  • 10-Punkte-Plan zur Bekämpfung resistenter Erreger
  • qualitätsorientierte Versorgungsstrukturen
  • sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen unter Beachtung von Demografie und Finanzierung
  • Versorgungsstrukturen, -management und -forschung unter Beachtung von Qualität und Finanzierung
  • die Pflegestärkungsgesetze sowie die Herausforderungen in Diagnostik und Therapie
  • die Reformierung der Gebührenordnung für Ärzte/ Gebührenordnung für Zahnärzte

Die Themen des Jahres 2016 aus dem Bereich Management sind unter anderem:

  • Versorgungsforschung
  • Ambulantisierung und Digitalisierung der Medizin sowie ihre Forschung
  • Big Data (Analytics) und ihre Finanzierung
    – Chancen und Risiken
  • Pflege und Medizin 2030 – Finanzierung
    – Fachkräfte – Strukturen
  • demografischer Wandel – moderne Technologie – Bedürftigkeit – lebenswertes Leben
  • Finanzierung der Patientenversorgung
    – Herausforderungen im ambulanten und stationären Sektor
  • vom Medizinischen Versorgungszentrum bis zur Rehaklinik – höchst qualitative Patientenversorgung
  • Deutschland in den Wechseljahren
    – Errungenschaften der Digitalisierung in der Patientenversorgung
  • Versorgungsmanagement, Telemonitoring,Videokonferenztechnik mit medizinischem Coaching
    – Cardiac Structure
  • patientenorientierte Beschaffung von (Medizin-)Produkten
  • emotionaler, empathischer Patientendialog
  • patientenindividuelle Arzneimitteltherapie
    – Wunsch oder Wirklichkeit?
  • Innovationsprojekte zur Patientensicherheit
  • Wertigkeit von Arzneimittelinvestitionen
  • Change Management – Recruiting von Fachkräften – Bindung von Führungskräften – Servant Leadership
  • Digitalisierung des Gesundheitswesens
    – aktueller Stand und Perspektiven
  • betriebliches Gesundheitsmanagement
    – betriebliche Krankenversicherung
  • Gestaltungsspielräume durch Verbundbildung
    – Lean Hospital –kontinuierliche Verbesserung mit Erfolg – Optimierung von Erfolg und Wirtschaftlichkeit
  • Innovationsfonds – Gestaltungsspielräume
  • Effizienz der Patientenversorgung
    – Prozessoptimierung in Krankenhäusern
  • Versorgungsqualität, Patientenorientierung, betriebliche Infrastruktur und optimale lokale Adaption

Fazit

„Erfolg in der Politik beruht auf 10 Prozent Inspiration, 60 Prozent Transpiration und 30 Prozent Konspiration“,so der Politologe und Gesundheitsökonom Gerhard Kocher. Erfolg ist in allen Bereichen immer an Handlungen gekoppelt. Erfolgreiche Menschen sind bereit, Dinge in Bewegung zu setzen. Natürlich machen sie Fehler,aber sie kennen keinen Stillstand. Mit dem BGF wird Wissen gebündelt und vermittelt, Dialog geschaffen und benachteiligen Menschen eine Förderung zuteil.